Auch heute startete ich wieder sehr früh, um 7 Uhr 34 war ich schon unterwegs. Aus Backa Palanka raus ging's nach ein paar km auf die ufernahe Sanddamm-Variante. Die kannte ich schon vom Vorjahr, die ist halb so schlimm. Und man sieht endlich wieder die Donau!
Blick auf die Donau vom Sanddammweg - Juli 2015
Hier traf ich auch Mimi wieder, die rumänische Deutsche vom Vortag! Ich hatte Recht, sie ist Studentin (sie studiert Pharmacie) und will 1 Woche vor Beginn der Uni zurück sein. Sie ist 29 Jahre alt. Sie hat vor, bis zum Delta zu radeln und anschließend mit Bahn/Bus nach Hermannstadt zu fahren. Dort trifft sie sich mit ihrer Familie, die jedes Jahr in Rumänien Urlaub macht (Eltern, Geschwister). Gemeinsam fliegen sie dann zurück nach Memmingen, wo sie wohnt.
Gestern war sie doch noch über die Brücke nach Serbien gefahren, ist dann noch aus Backa Palanka rausgefahren, um am Donauufer wild zu zelteln. Einheimische luden sie dann zum Abendessen ein, boten ihr eine Dusche an, und Frühstück bekam sie heute Früh auch :-) Die Leute hier sind wirklich sehr nett und hilfsbereit! Wir fuhren bis Novi Sad gemeinsam, davon ca. 15 km auf dem Sanddammweg. Auch hier kamen wir vorbei (hier wurden wir letztes Jahr mit Birnen beschenkt).
Gestern war sie doch noch über die Brücke nach Serbien gefahren, ist dann noch aus Backa Palanka rausgefahren, um am Donauufer wild zu zelteln. Einheimische luden sie dann zum Abendessen ein, boten ihr eine Dusche an, und Frühstück bekam sie heute Früh auch :-) Die Leute hier sind wirklich sehr nett und hilfsbereit! Wir fuhren bis Novi Sad gemeinsam, davon ca. 15 km auf dem Sanddammweg. Auch hier kamen wir vorbei (hier wurden wir letztes Jahr mit Birnen beschenkt).
Sanddammweg - Juli 2015
Pause brauchten wir diesmal hier gar nicht. Wir fuhren auch noch ein wenig länger auf der Sanddamm-Variante, als ich es letztes Jahr gefahren war, und hatten erst bei der Einfahrt nach Novi Sad wieder Asphalt unter den Reifen. In Novi Sad trennten sich schließlich unsere Wege, weil ... ja, weil ich mir dachte, ich schau mir mal in Novi Sad eine Fahrradwerkstatt an ...
Runde 3:
bei der Einfahrt nach Novi Sad begann mein Fahrrad zu eiern. Und ich wusste schon, was los war! Pumpen - weiterfahren - pumpen - weiterfahren - pumpen - weiterfahren. Ich verabschiedete mich von Mimi und fuhr in Richtung Stadtzentrum. Ein paarmal musste ich fragen, fand aber dann doch eine Radwerkstatt. Gepäck abbauen, Fahrrad demontieren, Reifen zerlegen. Same procedure as last time. Er fand, was anscheinend bisher keiner fand: einen Dorn im Mantel! Der hat mir vermutlich nicht nur die erste, sondern auch die zweite und die dritte Reifenpanne beschert! Der war wahrscheinlich bereits seit meiner ersten Fahrt auf der Rumpelpiste im Mantel. Der Mechaniker hat den Mantel gründlichst untersucht (ich HOFFE, gründlich genug!), setzte mir einen neuen Schlauch ein, und ich konnte weiterfahren.
Novi Sad ist die zweitgrößte Stadt in Serbien. Sie ist Universitätsstadt und besteht aus den Stadtteilen Novi Sad nörlich der Donau und Petrovaradin am Fuße der Festung Petrovaradin südlich der Donau. In Novi Sad mündet der Kleine Batschka-Kanal (als Teil des Donau-Theiß-Donau-Kanalsystems) in die Donau. Die Stadt wird auch als Serbisches Athen bezeichnet.
Zurück ging's ans Donauufer und über eine Donaubrücke auf die rechte Seite der Donau nach Petrovaradin.
Blick auf Petrovaradin - Juli 2015
Nachdem ich aus Novi Sad draußen war, fuhr ich wieder auf einer Hauptverkehrsstraße weiter. In Sremski Karlovci machte ich dann Mittagspause, um mich zu stärken. Denn nach Sremski Karlovci kam dann der nicht enden wollende Berg. Fast 5 km stetig bergauf. Ich kam an der Stelle vorbei, wo ich im vergangenen Jahr zum ersten Mal flach lag (ich stieg diesmal nicht ab!). Ich kam an der Stelle vorbei, wo ich im vergangenen Jahr zum zweiten Mal flach lag (ich stieg nicht ab!). Ich fuhr die gesamte Etappe ohne Unterbrechung bis zur Passhöhe! Oben angekommen machte ich dann aber meine wohl verdiente Pause! Auch wenn die Steigung nicht sehr steil ist (gestern waren steilere Passagen dabei), ist sie zäh, weil man das Gefühl hat, der Anstieg hört nicht auf. Außerdem war ich - wie konnte es anders sein - ständig in der prallen Sonne unterwegs. Und das zehrt! Aber ich hab's diesmal geschafft! Bei immerhin 12 Grad weniger als im Vorjahr und vor allem gesund. Trotzdem wünsche ich mir etwas vorweg vom Christkind: ein paar Grad weniger und KEINE pralle Sonne, wenn ich die rumänischen Steigungen vor mir haben werde!!!
Von nun an ging's bergab :-) UND WIE!
Nach der Steigung kommt eine Kreuzung - links geht's den offiziellen Donauradweg (Radroute) weiter nach Beska, geradeaus geht's nach Indija auf der Hauptverkehrsstraße. Ich hab mein Quartier in Indija, daher fuhr ich die Hauptstraße weiter, was ich heute als unangenehm empfand. Die Straße ist sehr stark befahren, und ständig zischten die LKWs und PKWs mit überhöhter Geschwindigkeit an mir vorbei. Bisher hatte ich die Erfahrung gemacht, dass alle Fahrzeuge einen großen Bogen um Radfahrer machen. Das war in der Slowakei so, in Ungarn ebenfalls und in Kroatien auch. Oft reichte der Bogen sogar soweit, dass sie mit den Rädern den anderen Fahrbahnrand überschritten. Heute war es nicht so. Allerdings ist das auch kein Wunder bei so viel Gegenverkehr. Da kann man nicht so einen großen Bogen machen. Gefährlich für die Radfahrer!
Mimi sah ich heute nicht mehr, ihr Etappenziel war Beska. Seit 14 Uhr 40 bin ich im Quartier :-)
Höchsttemperatur war heute 30 Grad, immerhin ein wenig kühler als gestern und vorgestern! Ich habe heute den 800er (Kilometer seit Wien) überschritten!
Zeit in Bewegung 4 h 28'
Gesamtzeit 7 h 06'
einigermaßen erträgliche Temperatur mit 26-30 °C (in der Früh: 19 °C)
Summe aller Steigungen: 287 m
Höhe Backa Palanka: 82 m ü NHN
Höhe Indija: 114 m ü NHN
Na endlich ist das Mysterium der Reifen aufgedeckt! Ich drück dir die Daumen, dass es jetzt wirklich nicht nochmal passiert!!
AntwortenLöschenUnd jetzt nicht paranoid werden mit der Strecke und Phase wo letztes Jahr alles in die Brüche ging ;) Läuft ja gut!
Alena