Freitag, 26. August 2016

Tag 4: Budapest bis Solt

Budapest bis Solt:

Die Anfahrt nach Budapest war sozusagen die Ouvertüre. Heute ging's dann mit dem ersten Akt los :-). Budapest selbst hab ich mir nicht angeschaut. Ich war schon mehrere Male da und hab daher auf eine Besichtigung während meiner Radtour verzichtet. 

Um 7 Uhr 50 saß ich bereits auf dem Sattel. Apropos Sattel. Mir tut nix weh! Ich hab mir nämlich noch kurz vor der Abfahrt auf Anraten einer Radfahrerin, die ich vor 2 Wochen bei einem 2-tägigen Ausflug in die Wachau kennen gelernt habe, eine Herren(!!)-Fahrradhose und eine Gesäßcreme gekauft. Sie hat mir nämlich erklärt, dass Herren-Fahrradhosen dicker gepolstert sind als Damen-Fahrradhosen. Ich hab gestaunt! Aber es stimmt wirklich! Nun bin ich gecremet und gepolstert, und das macht echt einen Unterschied! Ich mach jetzt Lilith Konkurrenz :-)

Zweimal abbiegen, und schon war ich auf dem Donauradweg entlang der Rackevei Duna durch eine traumhaft schöne Auenlandschaft. Bei Szigethalom ging's rüber zur Donau, die ich jedoch so gut wie nicht zu Gesicht bekam. Die Route verläuft dort zu weit weg von der Donau. Bei Szigetujfalu ging's dann wieder zurück zur Rackevei Duna, die ich in Rackeve überquerte. Ab Rackeve ging's bis zur Mündung der Rackevei Duna direkt den Fluss entlang.

Hier bin ich dieses Jahr genauso wie im Juli 2015 vorbeigekommen (Blick auf die Rackevei Duna - Juli 2015):



Ich fuhr den kompletten Mündungsbereich die Rackevei Duna entlang. So schlimm war das gar nicht. Die Landschaft war traumhaft schön. Kurz nach der Mündung entdeckte ich ein Schild "Restaurant", das war das Stichwort! Ich machte Mittagspause!

Danach wollte ich zurück zur Donau, um die Donau weiter entlang zu fahren. Laut meiner Karte und laut meinem Navi sollte das eine gut befahrbare Strecke sein. Was mit einem Betonplatten-Weg begann, endete nach 3 km im Nirvana! Null - nichts - Wiese. Der Dammweg, der in der Nähe zu sehen war, war ein Dammweg ohne Weg, also auch keine Alternative. Die haben den Donauradweg dort aufgelassen! Allerdings war dort auch kein Wegweiser, was mich stutzig machen hätte sollen. Die Beschilderung des Donauradweges (der Donauradroute) ist hier echt toll! Also 3 km wieder zurück zur Straße (Alternativroute laut Karte) und weiter über Tass. Bundesstraße bis Dunavesce. Ab Dunavesce war ich dann für ein paar km wieder auf einem Radweg, bevor mich die Wegweiser wieder auf die Hauptstraße schickten.

Mein Hotel für heute ist der Hammer! Dabei hatte ich große Bedenken beim Buchen über booking.com. Das Hotel liegt in Solt direkt an der Route und nennt sich bezeichnenderweise EuroVelo 6 Stop. Die haben nur ein 4-Bett-Zimmer. Ich dachte mir beim Buchen: wer weiß, vielleicht muss ich das Zimmer mit 3 anderen Leuten teilen? Weit gefehlt! Ich hab das Zimmer für mich alleine. Riesengroß, SEHR sauber und gepflegt, ein Badezimmer vom feinsten. Und zum Abendessen soll ich rüberkommen ins Haus der Wirtsleute, weil sie heute Party haben. Frühstück bekomm ich morgen auf meinen Wunsch um 7 Uhr. Und mein Fahrrad steht in der Garage! Echt toll!

Hier ein Foto von der Website:


Gesamtstrecke 103,43 km
Zeit in Bewegung 5 h 26'
Gesamtzeit 7 h 43'
wieder angenehme Temperatur mit 26-29 °C (in der Früh: 19 °C)


Summe aller Steigungen: nicht der Rede wert
Höhe Budapest/Dunaharaszti: 97 m ü NHN
Höhe Solt: 109 m ü NHN

2 Kommentare:

  1. guter Tipp das mit der Herren-Fahrradhose :-) Weiterhin gute Fahrt und ich hoffe, dass du dein Handy doch noch bekommst. lgm

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  2. Das heißt unter der Gürtellinie passt also alles ;)
    Die nächsten Tage werden ja jetzt nochmal richtig heiß bevor die Temperatur sinkt, also viel trinken und Sonnencreme nicht vergessen!
    Alena

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